Die Schwarze aus Dakar

Die Schwarze aus Dakar (Originaltitel: La Noire de…) ist eine senegalesisch-französische Co-Produktion aus dem Jahr 1966. Es ist zudem der erste Film des senegalesischen Regisseurs Ousmane Sembène. Der nur 66-minütige Streifen gilt als Wegbereiter des afrikanischen Kinos und erhielt viel Aufmerksamkeit, da er offen den Rassismus und die Ausbeutungsmechanismen Frankreichs gegenüber Senegal, nach dessen Unabhängigkeit von Frankreich, anklagt.

Inhaltsangabe von Die Schwarze aus Dakar

Die junge Senegalesin Diouana stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Sie arbeitet als Kindermädchen für eine französische Familie, die in einer Stadt in Senegal residiert. Die weiße Herrin wählte die junge Afrikanerin aus einer Gruppe arbeitsloser, junger Frauen aus, die auf den Straßen des Viertels herumlungerten. Sie soll sich als Kindermädchen um die drei Kinder der weißen Frau kümmern. Diouana freut sich über die Arbeit so sehr, dass Sie ihrer Herrin am ersten Tag ihrer Arbeit eine Holzmaske aus ihrem Dorf schenkt, welche Sie von einem Jungen für ihr letztes Geld erstand. Im Gegenzug erhält sie von ihrer Arbeitgeberin ein hübsches Kleid. Wenn Diouana nicht arbeitet, verbringt sie Zeit mit ihrem Freund und geht spazieren.

Kurze Zeit später zieht die Familie zurück nach Frankreich und bietet Diouana an, ihnen nach Frankreich zu folgen. Die anfängliche Begeisterung verfliegt schnell. Sie ist nicht nur Kindermädchen, sondern wird wie eine Sklavin von dem reichen Paar behandelt. Anstatt Frankreich kennenzulernen, muss Sie zusätzlich alle Haushaltsdienste übernehmen. Da die junge Frau weder lesen noch schreiben kann, verliert sie jeglichen direkten Kontakt zu ihrem Freund und ihrer Familie. Die Einsamkeit und die Tyrannei ihrer Arbeitgeber treiben die junge Senegalesin in den Selbstmord.

Der Film endet damit, dass der französische Monsieur nach Senegal reist, um Diouanas Koffer und die Maske ihrer Familie zurückzugeben. Er bietet Diouanas Mutter Geld an, was diese jedoch ablehnt. Als der weiße Besucher das Dorf verlässt, rennt ein kleiner Junge mit der Maske hinter ihm her und symbolisiert, wie Monsieur von seinen eigenen Erinnerungen heimgesucht wird.